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Tipp: Rasender Roland
Die Kleinbahn verkehrt seit dem 22.Juli 1895 zwischen Putbus und Binz. Sie wird von Touristen und Einheimischen liebevoll "Rasender Roland" genannt. Angelegt wurden die Strecken der "dampfbetriebenen Schmalspurbahn", so ihr offizieller Name, zwischen 1895 und 1899. Die Spurweite beträgt 750 mm. Für die Schaffung der Schmalspurbahn gab es damals handfeste wirtschaftliche Gründe. So forderten die Besitzer der großen Güter Rügens eine Eisenbahn für den Transport ihrer Kartoffeln und Zuckerrüben in den verkehrsmäßig wenig erschlossenen Gebieten Süd- und Nordrügens. Auch die 1888 gegründete "AG Ostseebad Binz" und Hoteliers in Sellin, Baabe und Göhren benötigten bessere Transportmöglichkeiten der Urlaubsgäste in die sich entwickelnden Ostseebäder. Deshalb gehörte dieser Interessentenkreis auch zu den Hauptaktionären der 1895 gegründeten "Rügenschen Kleinbahn-AG". Das gesamte Streckennetz war fast 97 km lang. Ende 1960 wurde der Betrieb eingestellt, bis auf die ca. 24 km lange Teilstrecke Göhren - Putbus. Dieser "Restbestand" seit 1975 zum Denkmal der Produktions- und Verkehrsgeschichte erklärt worden. Bahndämme des ehemaligen Streckennetzes sind nach 1991 teilweise zu Radwegen umgebaut worden. Die eingesetzten Dampflokomotiven weisen unterschiedliche Baujahre auf. Die älteste stammt aus dem Jahr 1914, die jüngste ist Baujahr 1953.
Am 28.Mai 1999 wurde das Kleinbahnnetz von Putbus nach Lauterbach-Mole (2,6 km) als "Dreischienengleis" erweitert.